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SUMMARY:JESEKIEL KIRSZENBAUM. LASKER-SCHÜLER UND 'DER STURM' | Ausstellung
DESCRIPTION:Jesekiel Kirszenbaum. Lasker-Schüler und „Der Sturm“\n31. März bis 5. Mai 2019\nverantwortliche Kuratoren: Nathan Diament\, Jürgen Kaumkötter \nAls Jesekiel Kirszenbaum 1927 in der Berliner Galerie „Der Sturm“ ausstellt\, will Herwarth Walden mit ihm einen Scoop landen\, an die erfolgreichen Ausstellungen mit Marc Chagall aus der Vorkriegszeit anknüpfen. Die Idee ist gut. Chagall und Kirszenbaum stammen aus derselben jüdischen Bildwelt der galizischen Städl. Kirszenbaum ist kein Unbekannter\, hat als Bergmann im Ruhrgebiet gearbeitet und so sein Studium am Bauhaus in Weimar finanziert. Zu dem von Else Lasker-Schülers Ex-Ehemann erhofften ganz großen Durchbruch kommt es nicht. Kirszenbaum wird aber Teil der Berliner Kunstszene\, arbeitet als Karikaturist für den Ulk\, Querschnitt und Die Rote Fahne\, stellt ab 1929 als Mitglied des ASSO regelmäßig aus. Kirszenbaum wird Teil der Berliner Bohème\, dessen Herz Else Lasker-Schüler war. Ein künstlerischer Höhepunkt ist seine Beteiligung an der Ausstellung Frauen in Not\, die in Berlin für Furore sorgt. 1933 muss der Jude Kirszenbaum mit seiner Frau aus Berlin fliehen und beide gehen nach Paris\, tauchen 1939 im\nLimousin unter. Nach der Shoah ist Kirszenbaum ein schwer traumatisierter Mensch. Seine Frau Helma in Auschwitz ermordet. 600 Kunstwerke im Pariser Atelier zerstört. Die Mäzenin Alix de Rothschild unterstützt ihn. Er beginnt wieder zu malen\, doch seine Bildwelt ist jetzt eine ganz andere: Die Welt der jüdischen Städl ist unwiederbringlich verloren. 1954 stirbt Kirszenbaum. \nDie erste Retrospektive Jesekiel David Kirszenbaums (* 15. August 1900 in Staszów\, damals Russland\, † 1. August 1954 in Paris) in Europa zeigt Leihgaben aus dem Besitz der Familie\, dem Franz Hals Museum\, sowie seine Karikaturen: 70 Gemälde und Zeichnungen\, 30 Karikaturen. \nDie Ausstellung wird ebenfalls im Mimara Museum in Zagreb/Kroatien gezeigt.
URL:https://www.els2019.de/event/ausstellung3sg/
LOCATION:Zentrum für verfolgte Künste\, Wuppertaler Straße 160\, Solingen\, 42653\, Deutschland
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